Pressemitteilung vom 17.10.2016

IGTL: Weiterer Kampf für Frackingverbot und Umsteuern auf erneuerbare Energie

Die Interessengemeinschaft gegen Gasbohren im Tecklenburger Land (IGTL) wird sich auch im bevorstehenden Wahljahr 2017 weiterhin einsetzen für ein bundesweites Verbot von Fracking und Gasbohren nach sogenannten „unkonventionellen Quellen“. Das bekräftigte der IGTL – Sprecherkreis in seiner jüngsten, zehnten Sitzung seit IGTL-Gründung in der Ibbenbürener Familienbildungsstätte.  Die IGTL sieht sich in ihrer Haltung gestärkt durch die Ergebnisse des Bundestreffens von 27 Anti-Fracking-Initiativen vom 8. und 9. Oktober in Quakenbrück.
An diesem Bundestreffen hatten für die IGTL Ernst Goldbeck (Ibbenbüren) und Michael Baar (Recke) teilgenommen. Nach den Informationen der beiden IGTL-Vertreter ist das Bundesbündnis mit den Festlegungen des im Juni vom Deutschen Bundestag beschlossenen Fracking-Gesetzespaketes nicht zufrieden.  Da darin das grundwassergefährdende Bohren nach unkonventionellem Schiefergas, wie es die bisherigen Exxon-Aufsuchungsgenehmigungen im Tecklenburger Land vorsehen, nur bis zum Jahre 2021 verboten sei, will die IGTL im Vorfeld der NRW-Landtagswahlen im Frühjahr und der Bundestagswahlen im Herbst 2017 Diskussionen mit den zur Wahl stehenden Parteien organisieren.
Nach den Beschlüssen der Pariser Weltklimakonferenz vom Dezember 2015 zur weltweit  vollständigen „Dekarbonisierung“ bis 20150, also zum völligen Ausstieg aus der Nutzung fossiler Energiequellen, ist es nach IGTL-Ansicht widersinnig, jetzt noch nach neuen fossilen Gasquellen zu bohren und dabei neben der Klimaerwärmung zusätzlich das Trinkwasser zu gefährden. Schon heute gebe es ein Überangebot an preiswerter und schadstofffreier Sonnen- wie Windenergie, die durch weitere Beschlüsse des Bundestages vom Juni in ihrem Wachstum nun sogar ausgebremst würden. Nach Meinung der IGTL müssten die kommenden fünf Jahre stattdessen genutzt werden, durch eine steigende Nutzung erneuerbarer Energien die Förderung gefährlicher Fracking-Gase ab 2021 überflüssig zu machen.
Aus der Sicht der IGTL bietet die Gemeinde Saerbeck viele positive Beispiele für eine engagierte regionale Nutzung erneuerbarer Energien. Nach diesem motivierenden Vorbild sei auch in Ibbenbüren und anderen Gemeinden des Tecklenburger Landes die Gründung kommunaler Energie-gesellschaften möglich und wichtig, initiiert entweder von den Gemeinden selbst oder von engagier-ten Bürgern und/oder regionalen Unternehmen. Die dadurch angestrebten zusätzlichen Investitionen in erneuerbare Energien nützten nicht nur der Umwelt, sondern verhinderten Kapitalabflüsse in Gas- und Ölförderstaaten und dienten damit der regionalen Wertschöpfung und Steuerkraft.

Die IGTL begrüßt daher auch das  für den 27. Oktober vom Landkreis Steinfurt Im Rahmen des Projektes „Energieland 20150“ vorgesehene „Vernetzungstreffen Bürgerenergie Kreis Steinfurt“ und wird mit mehreren Vertretern daran teilnehmen.  Die IGTL weist außerdem hin auf die öffentliche Informationsveranstaltung mit Herrn Ulrich Ahlke vom Kreisamt für Klimaschutz und Nachhaltigkeit zum Thema „Energieland Kreis Steinfurt 2050“ am 19. Oktober ab 19:00 Uhr im Gasthof Rohlmann, Alte Bockradener Str. 81, 49479 Ibbenbüren.

Die nächste öffentliche Versammlung der IGTL findet statt am Nikolaustag, den 6. Dezember ab 19 Uhr bei der Arbeiterwohlfahrt (AWO) an der Klosterstraße 17 in Ibbenbüren. Es geht dabei um private und öffentliche Investitionen in erneuerbare-Energie-Anlagen und die mögliche Gründung einer Bürgerenergiegesellschaft in Ibbenbüren. Als Gastreferenten werden dazu verschiedene Energiefachleute erwartet. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

(Foto oben: IG Fracking-freies Artland)

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