RWE gewinnt Klage

Die RWE Power AG hat mit einer Klage gegen das Land NRW erreicht, daß ein Grundstück des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) e.V. im Hambacher Forst zwangsweise enteignet werden kann. Das Grundstück soll dem Braunkohletagebau Hambach weichen.

Dieses Urteil will der BUND nicht hinnehmen und bittet um Spenden, die dem Verein den Gang durch die rechtlichen Instanzen ermöglichen. RWE hätte finanziell wahrscheinlich keine Probleme, bis zur letzten Instanz zu gehen.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, daß das Oberlandesgericht Hamm die Klage eines peruanischen Bauern gegen RWE auf eine anteilige Entschädigung für die Gefährdung durch den Klimawandel angenommen hat. Wie die Legal Tribune Online (LTO) berichtet, erkennt das Gericht damit an, daß der Klimawandel von Kohlekraftwerken der RWE AG zumindest mitverursacht wird und eine Entschädigung des Klägers durch RWE zumindest denkbar ist. Nach dem Autor des LTO-Kommentars zu dem Urteil, Prof. Dr. Felix Ekardt, LL.M., M.A., könnte RWE aber die Kosten an die Kunden weiterreichen.
Der weitere Ablauf bleibt abzuwarten.

Zur Information:

RWE ist Europas größter Emittent von Kohlenstoffdioxid und größter Nutzer von Braunkohle in Deutschland.

Der Stromexport-Überschuß Deutschlands (alle Erzeuger zusammengerechnet, nicht nur Kohle!) betrug 2017 rund 9%, seit Jahren mit steigender Tendenz. Wenn verstärkt Gaskraftwerke und Speicher für Erneuerbaren Strom eingesetzt würden, könnten mehrere (Braun-)Kohlekraftwerke ohne Gefährdung der Versorgungssicherheit sofort außer Betrieb gehen. Stattdessen wird immer noch an der umweltschädlichsten aller Stromerzeugungstechniken festgehalten.

Podiumsdiskussion mit Landespolitikern am 3.5.2017

Die Interessengemeinschaft gegen Gasbohren im Tecklenburger Land (IGTL) und die Lokale Agenda 21 Ibbenbüren laden ein zu einer Diskussion über die Zukunft der Energieversorgung im Land Nordrhein-Westfalen. Eingeladen sind Politiker, die zur Landtagswahl in NRW kandidieren.

Neben der grundsätzlichen Einstellung der Politiker zu Fracking, Kohle und Erneuerbaren Energien dürfte für Ibbenbüren interessant sein zu erfahren, wie sich die Kandidaten die Zukunft der hiesigen Bergleute und des lokalen Kohlekraftwerks vorstellen, wenn die Steinkohleförderung in Deutschland beendet ist.

Einladung als PDF-Datei

Randbemerkung:
Bei der Frage an Politiker, wie man es mit dem beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren Energien hält, ist die häufigste Antwort: „Weil die Netze nicht ausgebaut sind und die Speicherkapazität im Land nicht ausreichend ist, müssen wir bremsen. Leider, leider!“ – oder so ähnlich. Vielleicht ist einer der Politiker am 3.5.2017 mal so mutig zu sagen: „Ich werde mich für den schnellen Ausbau der Speicherkapazitäten parallel zum schnellen Ausbau der Erneuerbaren einsetzen.“

Einladung zur Informationsveranstaltung

Liebe Mitglieder und Interessenten der IGTL und der bürgerlichen Nutzung erneuerbarer Energien im Tecklenburger Land!

Die IGTL lädt hiermit alle Interessenten von Bürgerenergieprojekten ein zu einer Informationsveranstaltung

am Nikolaustag, Dienstag, den 6. Dezember.

Zeit und Ort: 19 Uhr – diesmal im AWO-Gebäude, Ibbenbüren, Klosterstraße 17.

Folgender Programmablauf ist vorgesehen:

19:00 Begrüßung
19:05 Johannes Dierker Energiewendelösungen in der Gemeinde Saerbeck
19:20 Dr. Tanja Lippmann

Erneuerbare Energien und Batteriespeicher für Privat- und Geschäftshäuser“
19:40 Martin Torka und Sebastian Ludwig „Batteriespeicher zur Strommarkt-Teilnahme“
20:00 Zusatzinformationen, Austausch und Diskussion
– Weitere technische Möglichkeiten für „100 % EE im kleinen und im Größeren“
– Aktivitäten zum weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien in Ibbenbüren und im

Tecklenburger Land
– Kann eine Bürgerenergiegenossenschaft den regionalen EE-Ausbau beschleunigen?

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Mit freundlichen Grüßen

Heinrich Bartelt


IG gegen Gasbohren im Tecklenburger Land (IGTL)
Mitglied im Lokale Agenda 21 Ibbenbüren e.V.
https://lokaleagendaibbenbueren.wordpress.com/author/igtlblog/

PS

Zudem hat seine Teilnahme zugesagt:

Hubertus Zdebel, Mitglied des Deutschen Bundestages

Er ist ordentliches Mitglied im

Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

Ordentliches Mitglied in der

Kommission Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe gemäß §3 Standortauswahlgesetz

Mitglied im Arbeitskreis: AK II: Struktur- und Regionalpolitik

Die Lokale Agenda 21 Ibbenbüren weist ausdrücklich auf die Wichtigkeit der Thematiken hin. Weder ist das Thema Gasbohren/Fracking vom Tisch, noch ist die Bereitschaft zur Hinwendung zu den Erneuerbaren in allen Köpfe vorhanden!

Wir haben klare Ziele, unterstützt uns/unterstützen Sie uns dabei!

Maria Frank

LA21 Ibbenbüren

Pressemitteilung vom 17.10.2016

IGTL: Weiterer Kampf für Frackingverbot und Umsteuern auf erneuerbare Energie

Die Interessengemeinschaft gegen Gasbohren im Tecklenburger Land (IGTL) wird sich auch im bevorstehenden Wahljahr 2017 weiterhin einsetzen für ein bundesweites Verbot von Fracking und Gasbohren nach sogenannten „unkonventionellen Quellen“. Das bekräftigte der IGTL – Sprecherkreis in seiner jüngsten, zehnten Sitzung seit IGTL-Gründung in der Ibbenbürener Familienbildungsstätte.  Die IGTL sieht sich in ihrer Haltung gestärkt durch die Ergebnisse des Bundestreffens von 27 Anti-Fracking-Initiativen vom 8. und 9. Oktober in Quakenbrück.
An diesem Bundestreffen hatten für die IGTL Ernst Goldbeck (Ibbenbüren) und Michael Baar (Recke) teilgenommen. Nach den Informationen der beiden IGTL-Vertreter ist das Bundesbündnis mit den Festlegungen des im Juni vom Deutschen Bundestag beschlossenen Fracking-Gesetzespaketes nicht zufrieden.  Da darin das grundwassergefährdende Bohren nach unkonventionellem Schiefergas, wie es die bisherigen Exxon-Aufsuchungsgenehmigungen im Tecklenburger Land vorsehen, nur bis zum Jahre 2021 verboten sei, will die IGTL im Vorfeld der NRW-Landtagswahlen im Frühjahr und der Bundestagswahlen im Herbst 2017 Diskussionen mit den zur Wahl stehenden Parteien organisieren.
Nach den Beschlüssen der Pariser Weltklimakonferenz vom Dezember 2015 zur weltweit  vollständigen „Dekarbonisierung“ bis 20150, also zum völligen Ausstieg aus der Nutzung fossiler Energiequellen, ist es nach IGTL-Ansicht widersinnig, jetzt noch nach neuen fossilen Gasquellen zu bohren und dabei neben der Klimaerwärmung zusätzlich das Trinkwasser zu gefährden. Schon heute gebe es ein Überangebot an preiswerter und schadstofffreier Sonnen- wie Windenergie, die durch weitere Beschlüsse des Bundestages vom Juni in ihrem Wachstum nun sogar ausgebremst würden. Nach Meinung der IGTL müssten die kommenden fünf Jahre stattdessen genutzt werden, durch eine steigende Nutzung erneuerbarer Energien die Förderung gefährlicher Fracking-Gase ab 2021 überflüssig zu machen.
Aus der Sicht der IGTL bietet die Gemeinde Saerbeck viele positive Beispiele für eine engagierte regionale Nutzung erneuerbarer Energien. Nach diesem motivierenden Vorbild sei auch in Ibbenbüren und anderen Gemeinden des Tecklenburger Landes die Gründung kommunaler Energie-gesellschaften möglich und wichtig, initiiert entweder von den Gemeinden selbst oder von engagier-ten Bürgern und/oder regionalen Unternehmen. Die dadurch angestrebten zusätzlichen Investitionen in erneuerbare Energien nützten nicht nur der Umwelt, sondern verhinderten Kapitalabflüsse in Gas- und Ölförderstaaten und dienten damit der regionalen Wertschöpfung und Steuerkraft.

Die IGTL begrüßt daher auch das  für den 27. Oktober vom Landkreis Steinfurt Im Rahmen des Projektes „Energieland 20150“ vorgesehene „Vernetzungstreffen Bürgerenergie Kreis Steinfurt“ und wird mit mehreren Vertretern daran teilnehmen.  Die IGTL weist außerdem hin auf die öffentliche Informationsveranstaltung mit Herrn Ulrich Ahlke vom Kreisamt für Klimaschutz und Nachhaltigkeit zum Thema „Energieland Kreis Steinfurt 2050“ am 19. Oktober ab 19:00 Uhr im Gasthof Rohlmann, Alte Bockradener Str. 81, 49479 Ibbenbüren.

Die nächste öffentliche Versammlung der IGTL findet statt am Nikolaustag, den 6. Dezember ab 19 Uhr bei der Arbeiterwohlfahrt (AWO) an der Klosterstraße 17 in Ibbenbüren. Es geht dabei um private und öffentliche Investitionen in erneuerbare-Energie-Anlagen und die mögliche Gründung einer Bürgerenergiegesellschaft in Ibbenbüren. Als Gastreferenten werden dazu verschiedene Energiefachleute erwartet. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

(Foto oben: IG Fracking-freies Artland)

Pressemitteilung vom 5.7.2016

IGTL: Vorläufiges Frackingverbot nutzen für Investitionen in erneuerbare Energien

Mit dem am 24. Juni vom Deutschen Bundestag verabschiedeten Fracking – Gesetzespaket befasste sich der Sprecherkreis der Interessengemeinschaft gegen Gasbohren im Tecklenburger Land (IGTL) in seiner jüngsten Sitzung. Bedauert wurde, dass sich die Bundesregierung noch nicht zu einem kompletten Frackingverbot habe durchringen können, wie es zum Beispiel seit 2011 in Frankreich gelte. Wenn die Bundesregierung sich deutschlandweit für die Energiewende ausspreche und bei den Klimaverhandlungen international sogar für einen verstärkten Ausstieg aus den fossilen Energieträgern eintrete, sei es unverständlich, dass sie im eigenen Lande den Ausbau der erneuerbaren Energien bremse und konventionelle neue Frackingprojekte ermöglichen wolle.

Positiv ist aus Sicht der IGTL allerdings, dass zumindest das sogenannte „unkonventionelle Fracking nach Schiefergas“, wie es die bisherigen Exxon-Aufsuchungsgenehmigungen im Tecklenburger Land vorsehen, bis zum Jahre 2021 verboten bleibe. Ein Wermutstropfen sei dabei, dass auch beim besonders umweltbelastenden unkonventionellen Fracking bis zu vier Probebohrungen erlaubt bleiben sollen, wenn die jeweilige Landesregierung zustimme. Die IGTL begrüßt, dass Ministerpräsidentin Hannelore Kraft eine Zustimmung der rotgrünen Landesregierung zu solchen Probebohrungen inzwischen ausgeschlossen hat.

Damit kann das Tecklenburger Land aus der Sicht der IGTL zunächst einmal aufatmen  –  allerdings nur bis zur Landtagswahl im Mai kommenden Jahres. Und auch im Vorfeld der der Bundestagswahl im September wird es darauf ankommen, Kandidaten zu unterstützen, die glaubwürdig gegen Fracking und für eine zügige Energiewende zu den Erneuerbaren hin eintreten. „Die Gefahren sind noch nicht gebannt. Wir haben im Tecklenburger Land durch das neue Frackinggesetz also nur Zeit gewonnen. Diese müssen wir nutzen, auf ein endgültiges Verbot des besonders umweltgefährden-den unkonventionellen Frackings hinzuarbeiten“, so Dr. Eckart John aus dem IGTL-Sprecherkreis.

Im weiteren Verlauf der Beratungen setzten sich die Mitglieder des IGTL-Sprecherkreises für die Schaffung von fairen Marktregeln für sämtliche Energiemarktteilnehmer ein. Es sei unverantwortlich für die gemeinsame Zukunft, wenn die verheerenden Schäden der zunehmenden Klimaveränderungen, Unwetter und Gesundheitsfolgen der Luftverschmutzung durch Verbrennung fossiler Energieträger von der Allgemeinheit oder den Betroffenen selbst zu tragen seien, aber den schadstofffreien Energieträgern Sonne und Wind der Netzzugang verwehrt werde mit der Begründung, die Netze seien schon gefüllt mit „sicherem“ Kohlestrom. Wenn sämtliche Gesundheits- und Umweltkosten des Kohlestroms in den Verbraucherpreisen enthalten seien, sei der regionale Strom aus Sonne und Wind schon heute günstiger als aus Kohle und Fracking.

Die IGTL ruft daher alle Akteure des Tecklenburger Landes auf, in den kommenden Jahren verstärkt in erneuerbare Energien zu investieren. Insbesondere auch die regionalen Stadtwerke seien gefordert, den am Klimaschutz interessierten Bürgerinnen und Bürgern Ökostrom aus heimischen Solar-, Windkraft- und Biomasse-Kraftwerken anzubieten, weil dadurch neben dem Klimaschutz auch regionale Wertschöpfung, Steuer- und Wirtschaftskraft gefördert werde. Wenn dies in Ibbenbüren und Umland ähnlich gelinge wie bereits seit längerem erfolgreich in Saerbeck und Recke, blieben Risikotechnologien wie Fracking auch in Zukunft überflüssig. Dafür werde sich die IGTL gemeinsam mit dem „Bundesweiten Netzwerk gegen Gasbohren“ engagieren.

Unterkunft für Geflüchtete

Asylsuchende, Flüchtlinge und Migranten wohnen zunächst in Erstaufnahmeeinrichtungen und dann in Flüchtlingsunterkünften. Auf Dauer – erst recht, wenn ihr Aufenthaltstitel  feststeht – dürfte die Integration besser gelingen, wenn die Geflüchteten dezentral unterkommen.

Die Lokale Agenda Ibbenbüren ruft deshalb Privatleute, die eine Zweitwohnung bereitstellen können, dazu auf, über eine Vermietung an Geflüchtete nachzudenken.

Weitere Probebohrung genehmigt

Auf dem Gebiet der Städte Haltern und Dorsten darf das Gelsenkirchener Unternehmen PVG demnächst nach Erdgas suchen. Die Bezirksregierung Arnsberg hat dem Unternehmen eine Lizenz mit einer Laufzeit von fünf Jahren erteilt.

PVG will auf das umstrittene Fracking verzichten und Gas alleine durch Anbohren von Kohleflözen gewinnen. Einen konkreten Bohrantrag hat das Unternehmen aber noch nicht eingereicht. PVG ist auch an der Firma HammGas beteiligt, die zurzeit in Ascheberg-Herbern eine Gas-Probebohrung vorbereitet.“ (Nachricht des WDR, 01.03.2016)

Wenn das Gasbohren in Haltern und Dorsten interessant ist und in Ascheberg-Herbern vorbereitet wird, müssen wir da nicht befürchten, dass auch in Ibbenbüren Interessen geweckt werden? Energieunternehmen sind ja ansässig! Und Geld-Verdienen und Erneuerbare Energien in Verbindung scheint noch nicht bei allen denkbar zu sein. Oder wird Gasverbrennung bereits als Energiewende gesehen?

Siehe hierzu:
PVG GmbH
HammGas GmbH & Co. KG

Ein kostenloses VHS Online-Programm zum Deutschlernen

Dies ist ein sehr gutes Angebot für Lerner und Lehrende gleichermaßen. Es ist kostenlos und wird verlässlich gepflegt. Vor allem ist dieser VHS-Sprachlernkurs „Ich will Deutsch lernen“ für diejenigen Lerner zu empfehlen, die noch kein offizielles Angebot der VHS o.ä. besuchen können.

Bei der Volkshochschule (VHS) gibt es die Möglichkeit nach dem Erwerb von Basiskenntnissen in der deutschen Sprache an einem Integrationskurs teilzunehmen. Der beginnt mit dem „Integrationskurs mit Alphabetisierung“ oder mit A1. Und er schließt ab mit dem „Deutschtest für Zuwanderer“. Informationen und Ansprechpartner stehen auf: www.vhs-ibbenbueren.de und auf den Seiten 10, 11 und 12 des VHS-Programmes 1. Halbjahr 2016.

Eine hervorragende Vorbereitung für den Integrationskurs ist der online-Kurs iwdl: „Ich will deutsch lernen“: iwdl.de

 

Wer der Kanzlerin-Aussage: „Wir schaffen das!“ gern ein: „Ja, aber…“ entgegensetzt, sollte sich unbedingt die „Bildkorrektur“ ansehen.
Denn „Angst ist ein schlechter Ratgeber. Unsere Vorsätze für 2016: Weniger Angst haben – mehr Wissen.“

Eine Gruppe bekannter deutscher Zeichner hat sich zusammen getan,
um die Top15 der Besorgten-Bürger-Ängste zu illustrieren
– und mit Fakten zu entkräften…

Bildkorrektur – Bilder gegen Bürgerängste