Fridays for Future: Globaler Klimastreik am 25. September

Am 25. September gehen wir wieder auf die Straße – regional, deutschlandweit, weltweit. Die Klimakrise macht keine Pause! Für starke EU-Klimaziele, einen Kohleausstieg bis 2030 und eine sozial-ökologische Wende gehen wir gemeinsam mit Fridays for Future auf die Straßen! Komm zum globalen Klimastreik am 25. September – natürlich Corona-konform.

Teil IV der Artikelreihe: „Eine gerechtere Zukunft“

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Klimastreik am 24. April 2020

Am 24. April 2020 ist der nächste globale Klimastreik – Mit DIR in eine klimagerechte Welt!

Klimagerechtigkeit – und zwar jetzt!

Wir schreiben Februar 2020. Aktueller Stand:
Australien steht in Flammen, die Polkappen schmelzen, starke Stürme, Überschwemmungen und Dürren sind an der Tagesordnung, seit über einem Jahr gehen wir jeden Freitag für echten Klimaschutz auf die Straße und immer noch ist nichts passiert – das reicht!
Deshalb: Kalender raus! Am 24. April 2020 ist der nächste globale Klimastreik. Wir streiken wieder in Deutschland und weltweit für das Klima und Du bist dabei!

Die Bundesregierung

scheint da irgendetwas nicht zu verstehen.

Den Klimawandel ?
Das Übereinkommen von Paris ?
Die eigene Zustimmung zu diesem Übereinkommen ?

Fridays for Future will die Bundesregierung noch einmal ausdrücklich daran erinnern und ruft zu einem Klimastreik am 29.11.2019 auf.

In rund 450 Orten in Deutschland sind Demonstrationen angemeldet.

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Ergänzender Hinweis:
An der Heinrich-Heine-Universität, Düsseldorf, findet im laufenden Wintersemester eine Ringvorlesung über den Klimawandel statt.

Leitseite „Klimawandel und Ich

Video zum Teil 1 „Was ist Klimawandel?
Video zum Teil 2 „Welche Auswirkungen hat der Klimawandel?
Video zum Teil 3 „Geschichte des Klimawandels

 

Bürgerinitiativen

Gut, dass sich derzeit viele junge Leute für mehr Klimaschutz engagieren, also für mehr klimaneutral Energie produzierende Windkraft-, Solar-, Wasserkraft- und Biomasse-Anlagen. Was aber, wenn ihre Eltern dagegen Bürgerinitiativen gründen, weil sie die Standorte dieser Anlagen stören, zum Beispiel bei den geplanten zwei Windrädern auf den Ibbenbürener Kohlehalden? So gerät derzeit in vielen Gemeinden der Klimaschutz ins Stocken.

Was aber kann man da tun? Alle Beteiligten an einen Tisch holen! Und einen Konsens darüber erarbeiten, dass in jeder Gemeinde zukünftig mindestens so viel Energie schadstofffrei oder wenigstens klimaneutral erzeugt werden muss, wie auch verbraucht wird. Kein redlicher Mensch kann sich vor dieser Herausforderung drücken. Und jeder ehrliche und mutige Mensch sollte sich proaktiv einmischen und umgehend die ihm möglichen eigenen Beiträge leisten.

Wie das Beispiel der 16jährigen Greta Thunberg zeigt, müssen es keine großen Schritte sein. Auch kleine Schritte können große Folgen haben.

FFH, FfF und CO2

 

  • Schüler schwänzen freitags unter dem Motto „Fridays for Future (FfF)“ die Schule und demonstrieren für echten Klimaschutz. Die Forderung der streikenden Schüler ist sehr einfach: Die Politiker sollen alle notwendigen Klimaschutz-Maßnahmen treffen, zu denen sich auch die deutsche Politik in internationalen Vereinbarungen verpflichtet hat. Unter anderem wird ein Ausstieg aus der Kohleverbrennung bis zum Jahr 2030 gefordert. Wissenschaftler unterstützen sie dabei. Die regierenden Politiker scheinen die Dringlichkeit aber noch nicht verstanden zu haben oder sehen sich Zwängen ausgesetzt, die ihnen wichtiger sind als der Klimaschutz.
    Inzwischen hat die Konzentration von Kohlenstoffdioxid (CO2), dem wichtigsten aller Treibhausgase in der Atmosphäre, den Wert von 415 ppm überschritten.

 

RWE gewinnt Klage

Die RWE Power AG hat mit einer Klage gegen das Land NRW erreicht, daß ein Grundstück des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) e.V. im Hambacher Forst zwangsweise enteignet werden kann. Das Grundstück soll dem Braunkohletagebau Hambach weichen.

Dieses Urteil will der BUND nicht hinnehmen und bittet um Spenden, die dem Verein den Gang durch die rechtlichen Instanzen ermöglichen. RWE hätte finanziell wahrscheinlich keine Probleme, bis zur letzten Instanz zu gehen.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, daß das Oberlandesgericht Hamm die Klage eines peruanischen Bauern gegen RWE auf eine anteilige Entschädigung für die Gefährdung durch den Klimawandel angenommen hat. Wie die Legal Tribune Online (LTO) berichtet, erkennt das Gericht damit an, daß der Klimawandel von Kohlekraftwerken der RWE AG zumindest mitverursacht wird und eine Entschädigung des Klägers durch RWE zumindest denkbar ist. Nach dem Autor des LTO-Kommentars zu dem Urteil, Prof. Dr. Felix Ekardt, LL.M., M.A., könnte RWE aber die Kosten an die Kunden weiterreichen.
Der weitere Ablauf bleibt abzuwarten.

Zur Information:

RWE ist Europas größter Emittent von Kohlenstoffdioxid und größter Nutzer von Braunkohle in Deutschland.

Der Stromexport-Überschuß Deutschlands (alle Erzeuger zusammengerechnet, nicht nur Kohle!) betrug 2017 rund 9%, seit Jahren mit steigender Tendenz. Wenn verstärkt Gaskraftwerke und Speicher für Erneuerbaren Strom eingesetzt würden, könnten mehrere (Braun-)Kohlekraftwerke ohne Gefährdung der Versorgungssicherheit sofort außer Betrieb gehen. Stattdessen wird immer noch an der umweltschädlichsten aller Stromerzeugungstechniken festgehalten.

Podiumsdiskussion mit Landespolitikern am 3.5.2017

Die Interessengemeinschaft gegen Gasbohren im Tecklenburger Land (IGTL) und die Lokale Agenda 21 Ibbenbüren laden ein zu einer Diskussion über die Zukunft der Energieversorgung im Land Nordrhein-Westfalen. Eingeladen sind Politiker, die zur Landtagswahl in NRW kandidieren.

Neben der grundsätzlichen Einstellung der Politiker zu Fracking, Kohle und Erneuerbaren Energien dürfte für Ibbenbüren interessant sein zu erfahren, wie sich die Kandidaten die Zukunft der hiesigen Bergleute und des lokalen Kohlekraftwerks vorstellen, wenn die Steinkohleförderung in Deutschland beendet ist.

Einladung als PDF-Datei

Randbemerkung:
Bei der Frage an Politiker, wie man es mit dem beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren Energien hält, ist die häufigste Antwort: „Weil die Netze nicht ausgebaut sind und die Speicherkapazität im Land nicht ausreichend ist, müssen wir bremsen. Leider, leider!“ – oder so ähnlich. Vielleicht ist einer der Politiker am 3.5.2017 mal so mutig zu sagen: „Ich werde mich für den schnellen Ausbau der Speicherkapazitäten parallel zum schnellen Ausbau der Erneuerbaren einsetzen.“

Einladung zur Informationsveranstaltung

Liebe Mitglieder und Interessenten der IGTL und der bürgerlichen Nutzung erneuerbarer Energien im Tecklenburger Land!

Die IGTL lädt hiermit alle Interessenten von Bürgerenergieprojekten ein zu einer Informationsveranstaltung

am Nikolaustag, Dienstag, den 6. Dezember.

Zeit und Ort: 19 Uhr – diesmal im AWO-Gebäude, Ibbenbüren, Klosterstraße 17.

Folgender Programmablauf ist vorgesehen:

19:00 Begrüßung
19:05 Johannes Dierker Energiewendelösungen in der Gemeinde Saerbeck
19:20 Dr. Tanja Lippmann

Erneuerbare Energien und Batteriespeicher für Privat- und Geschäftshäuser“
19:40 Martin Torka und Sebastian Ludwig „Batteriespeicher zur Strommarkt-Teilnahme“
20:00 Zusatzinformationen, Austausch und Diskussion
– Weitere technische Möglichkeiten für „100 % EE im kleinen und im Größeren“
– Aktivitäten zum weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien in Ibbenbüren und im

Tecklenburger Land
– Kann eine Bürgerenergiegenossenschaft den regionalen EE-Ausbau beschleunigen?

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Mit freundlichen Grüßen

Heinrich Bartelt


IG gegen Gasbohren im Tecklenburger Land (IGTL)
Mitglied im Lokale Agenda 21 Ibbenbüren e.V.
https://lokaleagendaibbenbueren.wordpress.com/author/igtlblog/

PS

Zudem hat seine Teilnahme zugesagt:

Hubertus Zdebel, Mitglied des Deutschen Bundestages

Er ist ordentliches Mitglied im

Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

Ordentliches Mitglied in der

Kommission Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe gemäß §3 Standortauswahlgesetz

Mitglied im Arbeitskreis: AK II: Struktur- und Regionalpolitik

Die Lokale Agenda 21 Ibbenbüren weist ausdrücklich auf die Wichtigkeit der Thematiken hin. Weder ist das Thema Gasbohren/Fracking vom Tisch, noch ist die Bereitschaft zur Hinwendung zu den Erneuerbaren in allen Köpfe vorhanden!

Wir haben klare Ziele, unterstützt uns/unterstützen Sie uns dabei!

Maria Frank

LA21 Ibbenbüren

Pressemitteilung vom 17.10.2016

IGTL: Weiterer Kampf für Frackingverbot und Umsteuern auf erneuerbare Energie

Die Interessengemeinschaft gegen Gasbohren im Tecklenburger Land (IGTL) wird sich auch im bevorstehenden Wahljahr 2017 weiterhin einsetzen für ein bundesweites Verbot von Fracking und Gasbohren nach sogenannten „unkonventionellen Quellen“. Das bekräftigte der IGTL – Sprecherkreis in seiner jüngsten, zehnten Sitzung seit IGTL-Gründung in der Ibbenbürener Familienbildungsstätte.  Die IGTL sieht sich in ihrer Haltung gestärkt durch die Ergebnisse des Bundestreffens von 27 Anti-Fracking-Initiativen vom 8. und 9. Oktober in Quakenbrück.
An diesem Bundestreffen hatten für die IGTL Ernst Goldbeck (Ibbenbüren) und Michael Baar (Recke) teilgenommen. Nach den Informationen der beiden IGTL-Vertreter ist das Bundesbündnis mit den Festlegungen des im Juni vom Deutschen Bundestag beschlossenen Fracking-Gesetzespaketes nicht zufrieden.  Da darin das grundwassergefährdende Bohren nach unkonventionellem Schiefergas, wie es die bisherigen Exxon-Aufsuchungsgenehmigungen im Tecklenburger Land vorsehen, nur bis zum Jahre 2021 verboten sei, will die IGTL im Vorfeld der NRW-Landtagswahlen im Frühjahr und der Bundestagswahlen im Herbst 2017 Diskussionen mit den zur Wahl stehenden Parteien organisieren.
Nach den Beschlüssen der Pariser Weltklimakonferenz vom Dezember 2015 zur weltweit  vollständigen „Dekarbonisierung“ bis 20150, also zum völligen Ausstieg aus der Nutzung fossiler Energiequellen, ist es nach IGTL-Ansicht widersinnig, jetzt noch nach neuen fossilen Gasquellen zu bohren und dabei neben der Klimaerwärmung zusätzlich das Trinkwasser zu gefährden. Schon heute gebe es ein Überangebot an preiswerter und schadstofffreier Sonnen- wie Windenergie, die durch weitere Beschlüsse des Bundestages vom Juni in ihrem Wachstum nun sogar ausgebremst würden. Nach Meinung der IGTL müssten die kommenden fünf Jahre stattdessen genutzt werden, durch eine steigende Nutzung erneuerbarer Energien die Förderung gefährlicher Fracking-Gase ab 2021 überflüssig zu machen.
Aus der Sicht der IGTL bietet die Gemeinde Saerbeck viele positive Beispiele für eine engagierte regionale Nutzung erneuerbarer Energien. Nach diesem motivierenden Vorbild sei auch in Ibbenbüren und anderen Gemeinden des Tecklenburger Landes die Gründung kommunaler Energie-gesellschaften möglich und wichtig, initiiert entweder von den Gemeinden selbst oder von engagier-ten Bürgern und/oder regionalen Unternehmen. Die dadurch angestrebten zusätzlichen Investitionen in erneuerbare Energien nützten nicht nur der Umwelt, sondern verhinderten Kapitalabflüsse in Gas- und Ölförderstaaten und dienten damit der regionalen Wertschöpfung und Steuerkraft.

Die IGTL begrüßt daher auch das  für den 27. Oktober vom Landkreis Steinfurt Im Rahmen des Projektes „Energieland 20150“ vorgesehene „Vernetzungstreffen Bürgerenergie Kreis Steinfurt“ und wird mit mehreren Vertretern daran teilnehmen.  Die IGTL weist außerdem hin auf die öffentliche Informationsveranstaltung mit Herrn Ulrich Ahlke vom Kreisamt für Klimaschutz und Nachhaltigkeit zum Thema „Energieland Kreis Steinfurt 2050“ am 19. Oktober ab 19:00 Uhr im Gasthof Rohlmann, Alte Bockradener Str. 81, 49479 Ibbenbüren.

Die nächste öffentliche Versammlung der IGTL findet statt am Nikolaustag, den 6. Dezember ab 19 Uhr bei der Arbeiterwohlfahrt (AWO) an der Klosterstraße 17 in Ibbenbüren. Es geht dabei um private und öffentliche Investitionen in erneuerbare-Energie-Anlagen und die mögliche Gründung einer Bürgerenergiegesellschaft in Ibbenbüren. Als Gastreferenten werden dazu verschiedene Energiefachleute erwartet. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

(Foto oben: IG Fracking-freies Artland)